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Reiten - immer die NASE VORN

Die Überschrift bitte ich wörtlich zu nehmen. Die Nase des Pferdes sollte STETS VOR der SENKRECHTEN sein. Ansonsten ist aus anatomischen Gründen das Genick des Pferdes blockiert. Es KANN sich also gar nicht im Genick stellen. Bei einem in Hyperflexion (Rollkur) gerittenen Pferd sind die Kopf-Arm-Muskeln auf beiden Seiten des Halses verkürzt und angespannt. Dadurch ist die freie Bewegung der Schulter blockiert und die seitliche Bewegung des Halses ist nicht mehr möglich. Die oberen Bänder sind extrem gedehnt. Faserrisse und Entzündungen sind die Folge.  

SperrhalfterSO BITTE NICHT!

Lute trägt hier (nur für das Foto) einen Sperrriemen. Ich möchte Pferde, die zu jeder Zeit "mit mir sprechen" (kauen) können. Kauen entspannt die Pferde. Der Losgelassenheit des Pferdes geht die Entspannung des Mauls voran. Wie also soll sich ein Pferd mit zugeschnürtem Maul entspannen? Ich höre immer wieder: "Ich habe die Trense so gekauft" oder "Mein Reitlehrer hat gesagt, dass ich ohne Sperrriemen nicht reiten kann" oder "Mein Pferd macht doch sonst die Zunge über das Gebiss" oder "Es lässt doch sonst die Zunge aus dem Maul hängen". Ein Sperrriemen ist kein geeignetes "Korrekturmittel" für einen Zungenfehler. Auf allen Fotos siehst du, dass ich nie einen Sperrriemen benutze und meine Pferde so gut wie nie überhaupt ein Reithalfter tragen.   

Die folgenden Fotos gewähren einen Einblick in meine Arbeit beim Reiten. (Weitere Einblicke erhältst du unter „Pferdegeschichten“.)

Gayana PodestFür mich ist wichtig, dass ich die Pferde zum Aufsitzen an einer Aufstieghilfe einparken kann, damit beim Aufsitzen die Dornfortsätze nicht einseitig belastet bzw. „verdreht“ werden. Bei uns in der Halle dient unser Podest als Hilfe. Im Gelände können das Baumstämme oder Weidetore sein.

Einer der wichtigsten Bausteine in der Arbeit mit den Pferden ist, dass ich ZU JEDER ZEIT die Dehnungshaltung auslösen können möchte. Ich möchte also ZU JEDER ZEIT bestimmen können, wann und wie tief ein Pferd in Dehnung geht. Damit sind "Warten und Hoffen auf Dehnungsbereitschaft" vorbei. Ich trabe also nicht 20 Minuten auf großen Linien bis das Pferd "zufällig" oder weil es dann "gelöst" ist, in die Dehnung findet, sondern ich möchte diese Haltung von Beginn an hervorrufen können. (Ich baue also eine Art Knopf ein, den ich drücke, damit mein Pferd in Dehnung geht.)

 

Warum mir das so wichtig ist? Weil ich dann nicht 20 Minuten die falsche Muskulatur meines Pferdes trainiere. Ich arbeite also von Anfang an "ins Plus". Die folgenden Fotos vermitteln einen Eindruck von dem, was ich meine:

Auf den Fotos sind Rahel Lea (damals 7 Jahre alt) und ihre Friesenstute Nynke (damals 4 Jahre alt) zu sehen. Auf dem ersten Bild sieht man, dass Nynke nicht an das Gebiss heran tritt und sich im Rücken festhält. Rahel fordert sie daher durch Heben ihrer Hände auf, an das Gebiss zu treten und in Dehnung zu ziehen. Das dritte Bild zeigt die deutlich verbesserte Haltung der Stute.

Nynke tritt nicht ans Gebiss Nynke Aktion im Trab Nynke Reaktion im Trab I

Eine ähnliche Fotosequenz ist hier mit der 4-jährigen Friesenstute Ljútske und mir zu sehen. Leider "dehne" ich mich hier mit... Das sollte nicht sein.

Ljutske Trab I Ljutske Trab II Ljutske Trab III

Erst wenn die Pferde gelernt haben sicher in Dehnung zu gehen, kommt das Arbeiten in Aufrichtung hinzu. Die Pferde müssen nun lernen, den Reiter nicht mehr über die sogenannte "obere Verspannung" mit Hilfe des Nacken-Rückenbandes, sondern aktiv mit der Halsmuskulatur zu tragen. Das ist anstrengend. Deshalb schicke ich meine Pferde immer wieder in die Dehnung, damit die Muskulatur sich erholen kann. Anbei einige Impressionen vom Reiten in Aufrichtung mit Versammlung in verschiedenen Lektionen auf Kandare. (Ich trage unter dem Hut eine Helmschale.)

  AlegraGaloppAufrichtung AlegraGaloppI AlegraGaloppII 

AlegraTrabAufrichtung AlegraTraversale Alegraundichfertig Pause...!

Ich nutze den Tag heute zum Glücklichsein. Was hast du vor?

Rahel – die Löwenstarke